Krötengift
Ja, richtig gehört. Kröten sind für Hunde giftig und können eine Vergiftung auslösen, wenn der Hund sie ableckt, beißt oder verschluckt. Wie man eine Krötenvergiftung erkennt und wie man am besten handelt: das alles findest du in diesem Blogbeitrag.
Die über die Haut einer Kröte ausgeschiedenen Gifte, wie Bufotoxin, können beim Hund zu Symptomen wie starkem Speicheln, Erbrechen, Atembeschwerden, Krämpfen und Herzproblemen führen.
Besonders kritisch: Das Gift wirkt schnell und wird über die Schleimhäute aufgenommen. Schnelles Handeln ist also das A und O.
Die Symptome können je nach Menge des aufgenommenen Gifts variieren.
Sie zeigen sich wie folgt:
- Speicheln: Übermäßiges Sabbern, oft mit Schaumbildung im Fang.
- Magen-Darm-Beschwerden: Erbrechen und Durchfall.
- Reizungen: Starkes Reiben der Schnauze, geschwollene Schleimhäute, gerötete oder tränende Augen.
- Neurologische Anzeichen: Unruhe, Angst, Bewegungsstörungen und Muskelkrämpfe.
- Atem- und Kreislaufprobleme: Atembeschwerden, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufbeschwerden.
Erste Maßnahmen bei Verdacht auf Vergiftung:
- Ruhe bewahren - Panik überträgt sich auf deinen Vierbeiner
- Wasche und spüle die Schnauze und den Fang deines Hundes sofort und gründlich mit viel Wasser
- Pfoten reinigen - auch über diese können Giftstoffe aufgenommen werden
- Verhalten und Schleimhäute beobachten, vor allem die nächsten 90 Minuten nach dem Kontakt
- In Absprache mit dem Tierarzt: Kohletabletten / Schwarze Kohlepaste geben, um die Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt zu binden
- Suche wenn nötig umgehend einen Tierarzt auf, besonders wenn der Hund schwerere Symptome zeigt oder das Gift geschluckt wurde.
Im Spätsommer / Frühherbst - also vorwiegend im September - verlassen viele Jungtiere das Wasser und suchen sich neue Lebensräume. Vor allem bei feuchtem Wetter respektive bei Regen sind sie aktiv und das am liebsten ab Dämmerung und in der Nacht. Sie sind ausserdem gerade jetzt so oft sichtbar, weil aktuell reichlich Insekten, Würmer und Schnecken als ideale Nahrungsaufnahme zu finden sind.
Während der Kröten- und Froschwanderzeit ist es daher ratsam, die bekannten Gebiete mit vielen Amphibien zu meiden und andere Routen zu wählen. Auch ist es sicherer, eine Leine zu nutzen oder dem Hund einen zuverlässigen „Abbruch“-Befehl beizubringen.