Hand auf’s Herz – wenn mal ein Stückchen Schoki herunterfällt und der Hund schnappt es sich, so fällt dieser nicht gleich tot um. Aber frisst der Hund eine ganze Tafel Schokolade, so kann es für einen 20 kg schweren Hund tödlich enden. Bei kleineren Hunderassen oder Welpen reicht schon eine geringe Menge zur Vergiftung.

Der Grund dafür sind fehlende Enzyme, ohne die der Hund nur schwer die für ihn giftigen Stoffe abbauen kann.

Schädliche Lebensmittel für den Hund

Welche Lebensmittel sollte ich dem Hund nicht füttern?

Schokolade

Alle kakaohaltigen Lebensmittel sind für Hunde tabu, da diese Theobromin enthalten. Als Faustregel gilt – je dunkler die Schokolade ist, umso höher ist der Kakaoanteil und somit auch der Theobromin-Wert.

Koffein

Kaffee und andere koffeinhaltigen Getränke (Energy-Drinks, Cola) beinhalten Methylxanthin, dieses kann von Hunden nicht abgebaut werden.

Alkohol / Zigaretten

Wie auch bei Kindern, versteht es sich von selbst keinen Alkohol zu geben. Bei Hunden reicht schon eine geringe Dosis zur Vergiftung aus.

Das Nikotin in den Zigaretten wirkt als reines Nervengift – aus diesem Grund sollten Tabak und volle Aschenbecher ausser Reichweite von Hunden stehen.

Salz / Zuckerersatz (Stevia, Xylit, Erythrit)

Ein wenig Salz ist grundsätzlich nicht giftig für Hunde  problematisch hingegen ist die Fütterung von gesalzenen Essensresten von gewürztem Fleisch, Salami, Schinken oder salzigen Knabbereien wie z. B. Chips und Salzstängel. Aber auch hier macht die Dosis das Gift.

Süssigkeiten die Zuckerersatz beinhalten – wie Bonbons, Gummibärchen, Kuchen, Gebäck – können eine toxische Reaktion hervorrufen.

Weintrauben und Rosinen

Manche Hunde vertragen Weintrauben und andere wiederum nicht. Bei denen, die den Giftstoff Oxalsäure nicht abbauen können, kann es zum tödlichen Nierenversagen führen. Dazu reicht schon eine geringe Menge (3 Gramm Rosinen oder 10 Gramm Weintrauben pro Kilo Körpergewicht).

Steinobst / Obstkerne (Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen und Kirschen)

Beim Zerbeissen der Obstkerne wird Blausäure freigesetzt, die nicht nur für Hunde sondern auch für Menschen gefährlich ist. Schon durch wenig Blausäure kann ein Atemstillstand hervorgerufen werden. Zudem sind die Obstkerne auch sehr scharfkantig, dies kann zu Verletzungen an der Darmschleimhaut bis hin zum Darmverschluss führen.

Das Fruchtfleisch kann gefüttert werden, hierzu nimmt man am besten reife Früchte.

Avocado

Die Avocado enthält Persin, dieses ist insbesondere im Kern und in der Schale zu finden – aber auch die Rinde und Blätter zählen dazu und haben eine toxische Wirkung.

Zwiebelgewächse (Zwiebel, Lauch, Knoblauch, Bärlauch)

All diese Zwiebelgewächse enthalten Sulfide, welche in grösseren Mengen für den Hund lebensgefährlich sein können.

Tomaten & rohe Kartoffeln

Diese Nachtschattengewächse dürfen nicht roh an den Vierbeiner gefüttert werden. Besonders gefährlich sind die grünen Stellen, die Solanin enthalten. In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass Hunde allergisch auf Tomaten reagieren.

Gekochte Kartoffeln liefern viele Ballaststoffe und können bedenkenlos gegeben werden.

Nüsse (Macadamia, Bittermandeln, Walnüsse, Muskatnuss)

Die Macadamia-Nüsse sind für Hunde pures Gift, schon 4 Nüsse können bei einem mittelgrossen Hund zum Tod führen.

Die Bittermandel enthält Amygdalin, welches bei der Verdauung giftige Blausäure freisetzt – aus diesem Grund können Bittermandeln für einen Welpen oder kleinen Hund sehr schnell lebensbedrohlich sein. Auch Mandelmilch ist für den Hund ein generelles Tabu.

Bei einer unreifen Walnuss kann die Schale mit einem Pilz befallen sein, welcher beim Hund tödliche Nervenkrämpfe hervorrufen kann. Reife und geschälte Walnüsse können in kleinen Mengen gefüttert werden.

Die Muskatnuss ist bereits in kleinen Mengen für den Hund giftig.

Rohes Schweinefleisch

Roh kann Schweinefleisch mit dem Aujeszky-Virus infiziert sein, der bei einer Übertragung auf den Hund immer tödlich ist. Auch wenn man Ratten nicht gerade in den Fressnapf legt, diese können das Virus ebenfalls verbreiten.

Wurst bzw. geräucherte Produkte aus Schweinefleisch können gefährlich sein, da diese nicht gekocht sind und der Virus erst ab 55 Grad Celsius abgetötet wird.

Rohe Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen)

Sie enthalten den Stoff Phasin, welche die Hunde nicht abbauen können - gekocht sind diese Produkte in kleinen Mengen unbedenklich.