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Adoption aus dem Tierschutz - Teil 2

Liebe Tierfreunde

Im ersten Teil dieses Blogbeitrags haben wir über die Erfahrungen und Herausforderungen der Adoption eines Hundes aus dem Tierschutz berichtet.

Seit der Ankunft des kleinen Otto sind mittlerweile schon mehr als 3 Monate vergangen. In diesem Teil berichten wir von den Anfängen in seiner neuen Heimat.

Samstagmorgen, 9:00 Uhr in einem kleinen Dorf im Kanton Schaffhausen: Gespannt erwarten die 10 zukünftigen Hundeeltern die Ankunft des Vans, in dem ihre Schützlinge von Griechenland in die Schweiz transportiert wurden. Die Aufregung und etwas Anspannung waren bei allen spürbar, wussten wir doch alle nicht, in welchem Zustand die Vierbeiner sein würden.

Kurz vor halb 10 bog der Transporter in die kleine Quartierstrasse ein. Ein Fellknäuel nach dem anderen wurde ausgeladen und dem neuen Besitzer übergeben. Das Verhalten und die Reaktionen der Hunde konnten unterschiedlicher nicht sein – von freudig-verspielt, entspannt, etwas unsicher bis gar ängstlich war alles mit dabei.

Nachdem alle Ihren Pass entgegengenommen hatten, traten nach und nach alle die Heimreise an. Da Otto immer noch sehr eingeschüchtert war, wurde er kurzerhand ins Auto getragen, wo er nach einigen Minuten Fahrt bereits eingeschlafen war. Die ganze Reise war wohl sehr anstrengend, sodass er den Grossteil der Heimfahrt verschlief.

 

Im neuen Zuhause angekommen durfte er auf einer kleinen Wiese in seinem neuen Wohnquartier all die neuen Gerüche zum ersten Mal wahrnehmen. Lösen konnte er sich vor lauter Stress an diesem Tag aber noch nicht. Die folgenden zwei Tage waren vor allem von Schlaf geprägt, der kleine Mann hatte offenbar einiges zu verarbeiten und konnte sich endlich von dem ganzen Stress erholen.

Jetzt war vor allem folgendes wichtig: Zeit geben, Vertrauen aufbauen und Sicherheit vermitteln.
Zu Beginn wurde Otto alle paar Stunden für seine „Geschäfte“ rausgetragen, denn laufen war für ihn zu diesem Zeitpunkt noch kein Thema. Ab dem zweiten Tag im neuen Daheim schaffte er es, sich immerhin zwei Mal am Tag zu lösen. Mit jedem Tag wurde dies regelmässiger und man schaffte es auch mal ein paar Meter auf der kleinen Wiese zu gehen.

Bald konnte Otto schon in den Aufzug einsteigen und musste nicht mehr getragen werden. Dadurch wurde er auch draussen jeden Tag etwas mutiger und es konnten die ersten kleinen Gassi-Runden im Wohnquartier gewagt werden.

Glücklicherweise ist Otto ein futterfreudiger Hund, weshalb man ihn mit Leckerlis sehr gut locken und überzeugen konnte. Überhaupt ist er ein guter Esser, was seine neue Besitzerin von Anfang an beruhigt hat. Mit viel Geduld und Verständnis wurden die Hürden immer kleiner.

 

Mittlerweile erkundet er seine neue Heimat schon munter, hat diverse Ausflüge hinter sich und schon die verschiedensten Artgenossen und viele Menschen kennengelernt. Anfangs zwar noch sehr skeptisch, gewöhnt sich aber an neue Umgebungen und Situationen und konnte nach den ersten 1 bis 2 Wochen auch fast überall runterfahren und sich beruhigen. Auch die ersten Tage als Büro Hund sind geschafft. Die Arbeitskollegen und anderen Vierbeiner werden – mehrheitlich noch aus ein wenig Distanz – genaustens beobachtet.

Wie Otto und sein Frauchen ins Training eingestiegen sind und wie sein Verhalten sich entwickelt hat, dazu könnt ihr im dritten Teil mehr lesen.

Unser Zwischenfazit: Ein Hund aus dem Tierschutz kann viel Aufwand bedeuten. Ob es nun mehr oder weniger Aufwand bedeutet als mit einem Welpen vom Züchter – das sei mal dahingestellt.
Am Ende, da sind wir uns sicher, wird es sich allemal lohnen, sich für die kleinen Fellnasen einzusetzen. Die Dankbarkeit spürt man jeden Tag und die Freude ist ansteckend.

 

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#SwissNaturalTierschutz

Und kommt zurück für Teil 3!

 

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Otto als Welpe in Griechenland
 
Der erste Tag in der Schweiz